Hier finden Sie aktuelle Informationen zum Thema Fahrrad & Bahn der Deutschen Bahn AG:
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Die Leistungen des Nahverkehrs werden von den Aufgabenträgern der Bundesländer ausgeschrieben. Je nach Vorgabe unterscheidet sich das Angebot für die Fahrradmitnahme regional sehr stark. Wo spezielle Bedingungen über die Menge der zu befördernden Fahrräder gemacht werden, finden sich Züge mit mehreren Mehrzweckabteilen. Wo maximale Sitzplatzanzahl das Hauptkriterium für die Auftragsvergabe ist, gibt es oftmals nur ein viel zu kleines Mehrzweckabteil pro Zug. Reservierungen von Stellplätzen ist nur bei wenigen Eisenbahnunternehmen möglich.
Außerhalb der Verkehrsverbünde und bei Fahrten in einen Verbund hinein oder heraus gilt der Tarif der Deutschen Bahn. Die Fahrradtageskarte kostet 4,50€ und gilt bundesweit einen ganzen Tag in den Zügen des Nahverkehrs. Auf kurzen Strecken ist bei einer einfachen Fahrt die Fahrradkarte teurer als die Personenfahrkarte. Nach Auffassung des ADFC darf die Fahrradkarte nicht mehr kosten als die Personenfahrkarte. Der Vorschlag, bei billigeren Fahrkarten als 4,50€, eine zweite Personenfahrkarte als Fahrradkarte zu akzeptieren, fand bisher kein Gehör.
Innerhalb der Verkehrsverbünde gelten die jeweiligen Tarife des entsprechenden Verbundes. Zu welchen Bedingungen und Preisen die Fahrradmitnahme möglich ist, ist sehr unterschiedlich:
Nur im Fernverkehr (IC- und EC-Züge der DB sowie einige TGV der SNCF) lassen sich Fahrradstellplätze reservieren.
Oftmals zeigt die elektronische Fahrplanauskunft nicht die optimale Verbindung. Mit Hilfe der ADFC-Übersichtskarten lässt sich gezielt nach günstigen Verbindungen im Fernverkehr suchen.
Der Fahrplan 2012 ist noch nicht abschließend ausgewertet, die Karten mit den nur an bestimmten Tagen verkehrenden Züge folgen demnächst. Es gibt diesmal nur weng Änderungen. Was sich beim letzten Fahrplanwechsel geändert hat, kann unter Aktuell nachgelesen werden.
Die ersten privaten Fernzüge mit reservierbaren Fahrradstellplätzen (InterConnex) wurden von der Firma Veolia Verkehr GmbH (bisher Connex) betrieben. Seit 2007 fahren diese Züge auf der Strecke Leipzig - Berlin - Warnemünde mit neuem Wagenmaterial. Da es in diesen Zügen jetzt mehrere Mehrzweckabteile gibt, wurde zuerst auf die Reservierungspflicht verzichtet, später dann die Reservierungsmöglichkeit gar nicht mehr angeboten.
Seit 10.06.2007 verbinden 3 französiche TGV-Zugpaare Stuttgart und Paris. Zum Fahrplanwechsel im Dezember 2007 ist ein weiterer TGV ab München hinzugekommen.
Die Fahrradstellplätze sind in den DB-Kundencentern oder telefonisch bei der Radfahrerhotline oder bei der (deutschsprachigen) Servicenummer der SNCF buchbar: 01805/218 238. Die Fahrradstellplätze können nur in Zusammenhang mit
Das bedeutet: Wer nicht ab Stuttgart oder Karlsruhe fährt, kann die Reise nicht durchgängig buchen. Für die Fahrt nach Stuttgart oder Karlsruhe muss bei der DB eine eigene Fahrkarte und eine extra Fahrradkarte gekauft werden. So muss man nicht nur für das Fahrrad zwei mal bezahlen, sondern kann bei der Buchung Pech haben:
Wenn man die eine Teilstrecke gebucht hat und für die andere keinen Fahrradstellplatz bekommt, kann man die Fahrkarte nur dann zurückgeben, wenn man keines der vielen Sonderangebote gekauft hat. Das gilt sowohl für die DB als auch für die SNCF.
Tipp: Wer trotzdem die teils erheblichen Rabatte nutzen will, kann so vorgehen: Bei der DB-Radfahrerhotline anfragen, ob es auf der Zulaufstrecke noch Fahrradstellplätze und Sparangebote gibt: aber noch nicht buchen! Dann diese Fragen bei der SNCF-Hotline klären. Erst wenn klar ist, dass auf beiden Teilstrecken Stellplätze und Fahrkartenkontingent vorhanden ist, nochmals anrufen und buchen. Die Wahrscheinlichkeit, dass zwischenzeitlich ausgebucht ist, ist relativ gering, ausgeschlossen ist es aber nicht.
FalträderFalträder können in allen Zügen, auch im ICE, im zusammengeklappten Zustand kostenlos als Handgepäck mitgenommen werden, sofern diese "unter bzw. über dem Sitz sicher verstaut werden können". Falträder müssen seit Sommer 2007 nicht mehr verpackt sein!
In den meisten Zügen mit Fahrradabteil können 2 Hängeplätze speziell für Tandem oder Liegerad gebucht werden.
Im Zusammenhang mit ihrem neuen Preissystem hat die DB auch ihre Beförderungsbestimmungen überarbeitet. Dabei gab es Irritationen zur Mitnahme von Tandems. Es bestand die Befürchtung, dass Tandems nur noch in wenigen Zügen mitreisen dürften.
Die DB hat in einem Brief an den Deutschen Blinden- und Sehbehindertenverband e.V. klargestellt, wie die neue Regelung aussieht:
"Ich kann Ihnen versichern, dass wir keine Einschränkungen bei der Tandemmitnahme beabsichtigen. Im Fernverkehr werden wir sie wie bisher handhaben: In der von Ihnen angesprochenen Regelung sind mit "besonderen Zügen" die weit mehr als 400 lokbespannten Fernverkehrszüge gemeint, die über spezielle Einrichtungen zur Fahrradmitnahme verfügen. Sofern der Platz ausreicht, können selbstverständlich auch Tandems mitgenommen werden. Künftig wird übrigens kein Unterschied mehr gemacht zwischen verschiedenen Arten von Rädern, so dass für ein Tandem nicht mehr der Kauf einer doppelten Fahrradkarte erforderlich ist."
In den meisten Fernzügen mit Fahrradabteil sind je nach Wagentyp 11 Fahrräder (IR-Wagen) oder 16 Fahrräder (IC-Wagen) bei Gruppenreisen zugelasssen. Abweichend haben einige Züge kleinere Fahrradabteile, so dass nur 6, 7 oder 8 Stellplätze vorhanden sind.
Bei dem IR-Fahrradabteil, dass über 8 Stellplätze verfügt, dürfen die 11 zugelassenen Räder nicht in die Fahrradständer gestellt werden, sondern müssen eng aneinander gelehnt werden. Diesen Vorschlag hatte der ADFC gemacht, damit sich mehr Fahrräder unterbringen lassen als wenn Einzelreisende unterwegs sind, die jederzeit ihr Fahrrad heraus und hereinstellen können müssen.
Größere Gruppen müssen sich auf 2 Züge verteilen, wenn sie nicht einen Zug mit mehreren Fahrradabteilen nehmen können.
Dreiräder und Fahrradanhänger dürfen nicht mitgenommen werden. Ausnahmen:
Welcher Zug welche Wagen führt (Nummer und Typ) kann auf den Fernbahnseiten von Marcus Grahnert (in neuem Fenster) unter "Wagenreihungen" nachgesehen werden. Hier kann man sich schon vor der Reise informieren, an welcher Stelle sich der Wagen mit Fahrradabteil im Zug befindet. Hat man bereits eine Reservierung für Sitzplatz und Fahrradstellplatz in unterschiedlichen Wagen, kann man nachsehen, wie weit der gebuchte Sitzplatz vom Fahrradabteil entfernt ist.
Der ADFC hat eine Übersicht der eingesetzten Wagentypen zusammengestellt.
Auf den Normalpreis gibt es verschiedene Rabatte. Neben den durch Kauf einer BahnCard erhältlichen Rabatt gibt es die an bestimmte Bedingungen geknüpften Sparpreise:
eMail: fa-oeffentlicher-verkehr@adfc.de
www: ADFC e.V - Fachausschuss Öffentlicher Verkehr