Im Vergleich zum Vorjahr fielen die Änderungen mit Auswirkung auf die Fahrradmitnahmemöglichkeit gering aus:

Der ADFC und die Deutsche Bahn AG streben eine Mobilitätspartnerschaft an. Das ist das Ergebnis eines Spitzengesprächs zwischen dem Vorsitzenden des Vorstandes der Deutschen Bahn Dr. Rüdiger Grube und dem ADFC-Bundesvorsitzenden Ulrich Syberg. Die Grundlagen dieser Partnerschaft wollen die Bahn und der ADFC in den kommenden Monaten erarbeiten. An dem konstruktiven Gespräch in Berlin nahmen auch der Leiter Verkehrspolitik Deutschland der DB, Dr. Markus Pennekamp, der stellvertretende ADFC-Bundesvorsitzende Ludger Koopmann und Vertreter des ADFC-Fachausschusses Öffentlicher Verkehr teil.
Beide Seiten stimmten überein, dass man die Mobilitätsansprüche der Menschen zukünftig gemeinsam umweltfreundlich gestalten wolle. Die Bahn wie auch das Fahrrad können im Umweltverbund viel besser ihre jeweiligen Vorteile voll ausschöpfen, sagte Dr. Rüdiger Grube, Fahrrad und Bahn ergänzen sich hervorragend.
Während die Bahn viele Personen über große Strecken umweltfreundlich befördern kann, ist das Fahrrad auf den letzten Kilometern direkt zum Ziel hierzu die ideale Ergänzung. Darüber waren sich Dr. Rüdiger Grube und Ulrich Syberg uneingeschränkt einig.
Die Zusammenarbeit zwischen Bahn und ADFC wird durch dieses Spitzengespräch neue Impulse erhalten, ist sich Ulrich Syberg sicher. In den folgenden Monaten wird eine gemeinsame Arbeitsgruppe untersuchen, wie die schon bisher auf Arbeitsebene gut funktionierende Zusammenarbeit zwischen Deutscher Bahn und ADFC im Sinne eines optimalen Umweltverbundes weiter verbessert werden kann.

Die Deutsche Bahn hat mit Siemens einen Vertrag zur Lieferung von bis zu 300 neuen Fernverkehrszügen "ICx" abgeschlossen.
Bahnchef Dr. Grube hat sich persönlich dafür eingesetzt, dass zu den Ausstattungsmerkmalen auch ein Fahrradabteil mit 8 Stellplätzen gehört. Die neuen Züge soll es in mehreren Varianten geben: Für IC-Strecken bis 230 km/h, für die Neubaustrecken bis 249 km/h schnell. Ab 2016 sollen nach und nach die lokbespannten IC-Züge ersetzt werden. Anfang der 2020er Jahre sollen dann ICE1, danach ICE2 und Ende der 2020er Jahre die ICE-T durch den ICx ersetzt werden.
Beim Austausch der Züge wird es zu erheblichen Änderungen bei der Linienführung kommen. So werden bei der ersten Lieferung auch Züge der schnelleren Variante dabei sein, die dann auf den heutigen ICE-Strecken zum Einsatz kommen. Außerdem sind diese Züge für die Neubaustrecke Halle/Leipzig - Erfurt - Nürnberg vorgesehen, so dass die heutigen ICE-Züge nicht mehr auf die dort verbaute neue Signaltechnik umgerüstet werden müssen.
Für den Fahrradtourismus bedeuted dies, dass mit dem Beginn der Auslieferung der ICx-Züge neue Verbindungen angeboten werden, auf denen heute keine Fahrradmitnahme möglich ist. Wie sich das auf das gesamte Netz auswirkt, kann jetzt noch nicht gesagt werden.
Weitere Infos:

Wegen der angespannten Lage beim Fahrzeugbestand und der Verzögerung bei der Bestellung des ICx hat die Deutsche Bahn AG kurzfristig lieferbare Züge bestellt. Es handelt sich um ursprünglich für den Nahverkehr vorgesehene Doppelstockzüge, die eine IC-Innenausstattung erhalten und ab 2013 eingesetzt werden können. Im Steuerwagen ist ein Fahrradabteil mit 6 Stellplätzen sowie an den Wagenübergängen der Mittelwagen je ein weiterer Stellplatz vorgesehen. Insgesamt sind dann 10 Fahrradplätze vorhanden. Verglichen mit der großen Mehrheit der IC-Steuerwagen also 6 Plätze weniger.
Weitere Infos:
eMail: fa-oeffentlicher-verkehr@adfc.de
www: ADFC e.V - Fachausschuss Öffentlicher Verkehr